Custom image
INTERN
Slideshow Image 1 Slideshow Image 2 Slideshow Image 3

Die Wandmalerei im Trakt B: Dialoge von Farbigkeit und Materialität

Heinz Müller-Tosa erstellte sein Werk im Treppenhaus des Trakts B zeitgleich mit jenem in Trakt A, also 1976. Der Titel «Richtungen und Begegnungen» bezieht sich einerseits auf die Benutzer dieser Institution, die allesamt eine individuelle Richtung verfolgen und sich während ihrer Schulzeit hier begegnen, andererseits kann man diesen Titel auch formal interpretieren: Die gezeigten Kreisfragmente habe ihre eigene Richtung und begegnen respektive konfrontieren sich immer wieder neu. Die gewählten Radien sind dabei bewusst gross gewählt, so dass sich die Kreismittelpunkte zwar erahnen, jedoch nicht genau eruieren lassen – eine Referenz an das Imaginäre und das Ungreifbare. Wie bei Ernst Brassel ist auch die Malerei von Müller-Tosa stark von der konkreten Malerei, namentlich von der Bewegung der «Zürcher Schule der Konkreten», allen voran Max Bill, geprägt. Müller-Tosa realisierte seine Wandmalerei direkt auf dem Sichtbeton, was an manchen Stellen zu spannenden Dialogen im Bereich der Materialitäten führt.
aus: Nicolas Vionnet, in: impuls – Jahresbericht der Kantonsschule Oerlikon, 2011/12.